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LISSABON – Traumstadt am Tejo

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Eine der schönsten Städte erkunden und genießen

LISSABON – Traumstadt am Tejo!

 

Hier möchten wir Euch den unkomplizierten Besuch dieser faszinierenden Stadt, speziell wenn man per Kreuzfahrtschiff anreist, näherbringen. Für Euch haben wir die interessantesten und wichtigsten Informationen aus vielen Blogs, Reiseführern und natürlich aus unseren eigenen Erfahrungen kurz und prägnant zusammengefasst, so dass Ihr Euren Landaufenthalt möglichst effektiv und selbständig gestalten könnt.

Lissabon hat durch seine einzigartige Lage an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel an der Flussmündung des Tejo ein ganzjährig relativ mildes Klima. So sind die Sommer nicht von zu großer Hitze und die Winter nicht von zu kalten Temperaturen geprägt. Zwar wird Lissabon von gut fünf Millionen Touristen in jedem Jahr besucht, jedoch ist dies durch die Weitläufigkeit der Stadt hiervon nur in angenehmen Maßen zu spüren. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind aber dennoch zu Fuß sehr gut erreichbar oder man verwendet das gut ausgebaute U-Bahn, Bus- oder Straßenbahnnetz. Eine Besonderheit der Stadt ist das überall verlegte Kopfsteinpflaster, weshalb bequemes und gutes Schuhwerk für die Erkundung der Stadt unbedingt zu empfehlen sind. Absolute Highlights sind neben dem Turm von Belém und dem Jerónimos-Kloster, der Park der Nationen mit dem Ozeanarium, der Mercado da Ribeira und der Praça do Comércio. Unbedingt probieren sollte man die traditionellen Puddingtörtchen in der Confeiteria Pastéis als auch das Lissabonner Nationalgetränk Ginger, einem Sauerkirschlikör, den man praktisch an jeder Ecke bekommt.

Das Entdeckerdenkmal in Belém

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Hafeneinfahrt-Tipp: Schon bei der Einfahrt in den Hafen Lissabons sollte man sich einfach begeistern lassen: So sind es von der Mündung des Tejo in den Atlantik bis zur Anlegestelle in Lissabon gute 12 Kilometer. Ab dem siebten Kilometer wird es dann sehr interessant: Auf der Backbordseite sind schon die ersten Wahrzeichen der Stadt zu bestaunen: Darunter der Turm von Belém und das Entdeckerdenkmal. Die „Brücke des 25. April“, die sich über den den Tejo spannt, befindet sich kurz vor der Anlegestelle. Hinter der Brücke sieht man am gegenüberliegenden Ufer auch die große Christusstatue.

Von der Kreuzfahrtschiffanlegestelle Santa Apolónia gelangt man sehr einfach zu Fuß in die Altstadt oder man benutzt einen der Sightseeing-Busse, um sich erst einmal einen Überblick über die Stadt zu verschaffen.

Für alle Lissabon-Einsteiger würde ich den folgenden absolut sehenswerten Tagesausflug empfehlen: Man beginnt seine Tour mit der herrlichen Festungsanlage Castelo de São Jorge, die einfach vom Kreuzfahrtanleger zu Fuß erreichbar ist. Von dem Kastell hat mein einen unglaublich schönen Ausblick auf die ganze Stadt und die über 2200 m lange und 190 m hohe Brücke des 25. April. Hier sollte man möglichst früh sein, da dann noch keinerlei Schlangen vor den Kassen vorhanden sind. Neben einer Führung lohnt sich auch ein Blick auf die „Camera Obscura“ im Burgturm. Nach einem schönen Cappuccino auf der Burganlage, bei dem man die balzenden Pfauen beobachten kann, geht man weiter zum Platz Martim Moniz. Am südöstlichen Ende des Platzes befindet sich die Start- und Endhaltestelle der berühmten Straßenbahnlinie 28 E (Electrico 28). Hier sitzt man zum einen auf Holzbänken in einer historischen Straßenbahn und erhält nebenbei noch eine fantastische Stadtrundfahrt durch die Altstadt mit seinen unglaublich engen Gassen. Die Fahrt geht durch die Stadtteile Graca, Alfama, die Unterstadt Baixa und Estrela. Die Gesamtfahrzeit beträgt ca. 60 Minuten. Hiernach kann man per U-Bahn einfach zur Metrostation Baixa-Chiado fahren und hat die Möglichkeit direkt im ältesten Brauhaus Portugals, der „Cervejaria da Trindade“ leckere Bifana-Sandwiches zu sehr günstigen Preisen zu erstehen.

Cervejaria da Trindade

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Traditions-Tipp: Cervejaria da Trindade – Bierschenke zur Dreifaltigkeit
Das Restaurant befindet sich im Stadtteil Chiado im ehemaligen Refektorium eines mittelalterlichen Klosters und bietet traditionelle portugiesische Hausmannskost im ältesten Brauhaus Portugals. Seit 1834 wird hier Bier gebraut. Sehr zu empfehlen sind als Mittagessen die verschiedenen Bifana-Sandwiches zu sehr günstigen Preisen. Wunderschöne Atmosphäre!

Jetzt geht es weiter zum Stadtteil Belém. Hierzu benutzt man entweder die Electrico 15 ab Praça do Comércio und fährt bis zur Haltestelle Belém oder man nimmt die Bahnlinie 3 ab Cais de Sodré bis Haltestelle Belém. In Belém angekommen, liegt direkt in Sichtweite das Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos. Es wurde 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer errichtet. Im Entdeckerdenkmal selbst gibt es die Möglichkeit, mit einem Aufzug auf eine Aussichtsplattform zu fahren. Hier kann man, zu späterer Stunde, einen unglaublich schönen Sonnenuntergang im Tejo mit Blick auf den Torre de Belém erleben. Weiter geht es direkt zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons: Dem Torre de Belém. Neben dem nahegelegenen Mosteiro dos Jerónimos gehört der Turm zu den wenigen Gebäuden, die das Erdbeben 1755 von Lissabon überstanden haben. Die oberste, 35 Meter hohe, freiliegende Etage des Turms ist heute eine Aussichtsplattform. Jetzt sollte man unbedingt einen Abstecher in die nahegelegene Confeitaria Pastéis unternehmen: Hier gibt es die originalen und einfach unwiderstehlichen Puddingtörtchen aus süßer Eiersahnecreme auf knusprigem Blätterteig. Das Rezept von 1837 für diese berühmten Pastéis de Belém ist auch nach fast 180 Jahren noch immer geheim. Es wurde der Sage nach während einer Revolution aus dem nebenan liegenden Hieronymuskloster nach außen geschmuggelt. Zwar gibt es die „Pastéis de Nata“ in Lissabon an jeder Ecke, aber nirgendwo schmecken die handtellergroßen Puddingteilchen so köstlich wie in dieser Konditorei in Belém. Hier werden pro Tag ca. 23.000 Törtchen produziert mit einem Jahresvolumen von 8 – 9 Mio. Stück. Gut zu erkennen ist die Confeitaria Pastéis, da sich bereits am Morgen Schlangen vor dem Geschäft bilden. Die Konditorei besteht aus einem Labyrinth von Cafésälen und Verkaufsräumen mit insgesamt 500 Plätzen.
Nach dieser kleinen Stärkung geht es weiter zum Hieronymuskloster Mosteiro dos Jerónimos. Das Kloster wurde 1834 aufgelöst, bis 1940 diente es als Waisenhaus und ist seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe und gilt heute schlechthin als das Bauwerk Portugals.

Ein weiterer empfehlenswerter Tagesausflug, den man auch sehr gut bei etwas schlechterem Wetter unternehmen kann, führt zum Ozeanarium Lissabon. Dieses einzigartige Meerwasseraquarium wurde 1998 im Zuge der Expo, eröffnet und zählt als eines der größten Europas. Aufeinanderfolgend kann man dort die Küsten von Atlantik, Pazifik, Indischem Ozean und Antarktis erleben – inklusive deren Unterwasserbewohner. Das imposante, zentral angelegte Hauptaquarium erstreckt sich über zwei Etagen und beinhaltet 5 Mio. Liter Meerwasser. Über eine Rundtour wird man durch das Aquarium geführt, bei der man neben den verschiedenen Ozeanen auch Pinguine und Seeotter beobachten kann. Im Nebengebäude des Aquariums befindet sich der Haupteingang mit einem Restaurant, sowie eine stetig wechselnde und unbedingt sehenswerte temporären Ausstellung. Ein auf jeden Fall lohnendes Erlebnis.

Ozeanarium Lissabon

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Tipp: Um die langen Schlangen vor den Kassen zu umgehen, kann man die Tickets im Internet ordern (freies WLAN ist im Bereich vor den Ticketschaltern vorhanden). Das Ozeanarium ist nur wenige Gehminuten vom U-Bahnhof „Oriente“ entfernt und somit sehr leicht zu erreichen.

Eingebettet ist das Meerwasseraquarium in den Park der Nationen, das ehemalige EXPO-Gelände der Expo 1998. Auf dem Gelände befinden sich neben einem riesigen Aussichtsturm, viele ehemalige EXPO-Pavillons und -Attraktionen, wie einer Seilbahn, welche an der Küstenlinie des Geländes vorbeifährt, wasserspuckende Vulkane sowie ein schöner Blick auf die andere Tejo-Brücke „Ponte Vasco da Gama“.

Elevador de Santa Justa

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Shopping-Tipp: Direkt am EXPO-Gelände angrenzend, liegt ein riesiges, modernes Einkaufszentrum „Centro Vasco da Gama“, das auch am Sonntag geöffnet hat und jedes Shoppingherz höher schlagen lässt.

Locals-Tipp: Wer zum Abschluss des Tages einmal nicht an Bord seines Kreuzfahrtschiffes essen und lieber typisch portugiesische Spezialitäten genießen möchte, dem empfehle ich Mercado da Ribeira (Time Out) – Lissabons Markthalle, die zu einem Food-Tempel umgestaltet wurde. Hier bieten Lissabons Top-Köche viele Leckereien zu erschwinglichen Preisen an. Sehr empfehlenswert ist auch die direkt an einem kleinen Yachthafen unter der „Ponte 25 de Abril“ liegende „Doca de Santo Amaro“. Die alte Hafenlagerzeile wurde komplett renoviert und ist jetzt eine Open-Air-Restaurant- und Barmeile. Mittags kann man hier gepflegt essen, spätabends wird bei lauter Musik gefeiert. Oder wie wäre es mit Portugals Nationalmusik, dem Fado? Leider ist es durch den Massentourismus bedingt schwer geworden, in Lissabon halbwegs unverfälschten Fado zu hören. Viele Restaurants locken mit Komplettpaketen aus Menü plus Fado. Die Veranstaltungen beginnen normalerweise erst ab 22:00 Uhr. Die authentischsten Fado-Lokale findet man in der Alfama. Mit etwas Glück und Tipps von Einheimischen findet man dort aber noch Bars, in denen man nur mit einem Bier in der Hand, dem volkstümlichem Fado lauschen kann. Fado-Tipp: Die Musiktaverne „Mesa da Frades“ liegt einer ehemaligen Kapelle. Hier kann man sehr günstig echten, unverfälschten Fado hören, wobei die Leckereien vom Fischgrill aus der winzigen Küche sehr zu empfehlen sind. Nur Trinken und Zuhören ist natürlich auch möglich.
Wer gerne einen Cocktail mit unvergleichlichem Ausblick genießen möchte, dem seien die beiden Rooftop Bars „Park“ im 7. Stockwerk eines Parkhauses und die „Sky Bar“ im 9. Stockwerk des Hotels Tivoli Lisboa empfohlen – ein Abend, den man so schnell nicht vergessen wird!

Wenn Ihr weitere Tipps und Anregungen für Lissabon habt, so schreibt uns einfach an. Wir freuen uns, unsere Dokumente immer weiter auszubauen und auf einem aktuellen Stand zu halten.

Viel Spaß beim Entdecken und natürlich eine tolle Zeit in Lissabon wünschen Euch

André & Andreas

Noch viel mehr Tipps & Tricks bekommt Ihr in unserem kostenlosen PDF-DOWNLOAD:

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